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Der JAC J3 iEV ist eines der meist verkauftesten E-Autos in China.
By RiveraNotario | [CC BY-SA 2.0] |  via Wikimedia Commons.

Der JAC J3 iEV ist eines der meist verkauftesten E-Autos in China.

Donald Trumps Haltung zur E-Mobilität bleibt, auch aufgrund fehlender Aussagen, weiterhin recht vage. Mit der Bekanntgabe der Verringerung von finanziellen Ausgaben für den Umweltschutz, den geplanten Senkungen von Abgasauflagen für die Automobindustrie und der Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommens dürfte aber klar sein, dass der verstärkte Einsatz von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr auf der Agenda der US-Regierung sicherlich nicht besonders weit oben steht. Die deutschen Automobilhersteller schauen daher nun gebannt auf die neuesten Entwicklungen im Fernen Osten, wo sich gerade in China aktuell neue Kooperationsprojekte anbahnen.

Im Kontext der US-Absage an eine weitere Beteiligung am Klimaschutzabkommen von Paris, aber auch dem Staatsbesuch von Chinas Premierminister Li Keqiang in Berlin in der vergangenen Woche, gab unter anderem Daimler eine Ausweitung der Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) im Bereich E-Autos bekannt. Die Stuttgarter sollen zudem Minderheitseigner bei dem seit 2009 bestehenden BAIC-Tochterunternehmen Beijing Electric Vehicle werden. Darüber hinaus ist ein weiterer Ausbau der Produktionsstätte in Peking, bereits heute weltweit das grösste Werk Daimlers, vorgesehen.

Während des Aufenthalts von Li in Berlin unterzeichneten Volkswagen und der chinesische Autobauer JAC (Anhui Jianghuai Automobile) ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung. Beide Seiten sind mit je 50 Prozent an dem neu gegründeten Unternehmen beteiligt, welches neben E-Fahrzeugen auch Mobilitätsdienstleistungen entwickeln und auf den Markt bringen soll. Bereits im Jahr 2018 wollen die Partner das erste gemeinsam hergestellte E-Auto produzieren. Zwei Jahre später sollen in China 400.000, im Jahr 2025 bereits rund 1,5 Millionen E-Fahrzeuge jährlich abgesetzt werden. Der Übergang zur E-Mobilität kommt für die deutschen Hersteller zwar schnell, aber nicht so schnell wie bisher befürchtet, da die angekündigte Quote für E-Autos für BMW, Daimler und Co. wohl noch aufgeschoben wird.

In den USA haben bereits Poltiker vieler Staaten trotz der jüngsten Entwicklungen angekündigt, den bereits eingeschlagenen Weg im Bereich E-Mobilität notfalls auch ohne Trump weiter bestreiten zu wollen. So reiste der Gouverneur des US-Staates Kalifornien, Jerry Brown, direkt ins Reich der Mitte, um mit chinesischen Regierungsvertretern Gespräche über eine mögliche Partnerschaft zu führen. Erst kürzlich hatten Vertreter von Tesla auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern China besucht. Der Bundesstaat Kalifornien verfügt bereits seit den 1970er Jahren über einen Sonderstatus, der den Erlass schärferer Umweltgesetze als im Gesamtgebiet der USA erlaubt. Auch dies könnte eine Grundlage liefern, um bereits initiierte Projekte im Bereich E-Mobilität in den Vereinigten Staaten erfolgreich fortführen zu können.

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