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In Shenzhen sollen ab Jahresende nur noch Elektrobusse im Linienverkehr unterwegs sein.
By Wahsaw (Own work) | [CC BY-SA 4.0] |  via Wikimedia Commons.

In Shenzhen sollen ab Jahresende nur noch Elektrobusse im Linienverkehr unterwegs sein.

Zum Jahresende hat die chinesische Millionenmetropole Shenzhen über 1.000 neue Elektrobusse der Marke BYD angeschafft. Damit elektrifiziert die Heimatstadt von "Build Your Dreams" innerhalb von nur wenigen Jahren ihren ÖPNV vollständig. Mit inzwischen über 16.000 Strom betriebenen Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr stellt Shenzhen gleichzeitig die größte Flotte der Welt.

Nach Schätzungen der Stadt bewirkt die vollständige Umstellung auf Elektrofahrzeuge eine Ersparnis von 1,18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Davon entfallen alleine 960 Tonnen CO2 auf krankmachende Abgase, denen die Bewohner und Besucher der Stadt künftig nicht mehr ausgesetzt sind.

Bereits im Jahr 2010 hatten Shenzhen und das vor Ort ansässige Unternehmen BYD ihre gemeinsame Initiative zum vollständigen Umstieg auf lokal emissionsfreie Fahrzeuge gestartet. Die ersten 200 E-Busse wurden im Jahr 2011 in den regulären Linienbetrieb integriert. Bereits 2014 stellte Shenzhen die größte Flotte aus Fahrzeugen mit alternativen Antrieben weltweit. Aufgrund der schnell erzielten Erfolge wurde 2015 ein ambitioniertes Ziel offen formuliert: Innerhalb von nur drei Jahren sollten alle Busse der Stadt vollständig durch E-Fahrzeuge ersetzt werden.

Nach Jahren größter Anstrengungen wurde das Vorhaben tatsächlich nun genau nach Plan realisiert. Dabei hat sich BYD inzwischen zum Weltmarktführer, unter anderem bei Strom betriebenen Bussen und Taxis, und Shenzhen zu einer Modellstadt zur nachhaltigen Mobilität entwickelt. BYD hat mit verschiedensten Bustypen, darunter Doppeldeckern, Normal- oder Gelenkbussen, Fahrzeuge auf die Straßen gebracht, die überall in Shenzhen sichtbar sind und zum Image als saubere Stadt beitragen. Mit der erst vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Anschaffung von über 3.000 Elektrotaxis der Marke BYD stellt die chinesische Stadt zudem die größte E-Taxiflotte der Welt.

Dabei hat BYD seine anfängliche Strategie der "Elektrifizierung von China" auf die internationale Bühne übertragen. In über 50 Länder bzw. Regionen und in über 200 Städte hat BYD seine Elektrofahrzeuge exportiert.

Erst in diesem Monat wurde bekannt, dass die japanische Inselgruppe Okinawa zehn K9-Busse angeschafft hat und die dortigen Verkehrsbetriebe, die Okinawa Ships Agency, erstmalig eine E-Busflotte einsetzen werden. In den vergangenen Jahren haben Delegationen aus aller Welt, beispielsweise aus den USA, Brasilien oder dem Vereinigten Königreich, BYD in Shenzhen besucht, um mehr über den Betrieb der E-Fahrzeuge und den Aufbau der passenden Ladeinfrastruktur aus erster Hand zu erfahren.    

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