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Fährt in eine ungewisse Zukunft: Autohersteller e.GO Mobile.
e.GO Mobile

Fährt in eine ungewisse Zukunft: Autohersteller e.GO Mobile.

Elektroautohersteller e.GO Mobile hat beim Amtsgericht Aachen einen Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung gestellt. Das so genannte Schutzschirmverfahren gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, vor einer Insolvenz nach neuen Investoren zu suchen – innerhalb von drei Monaten.

„Das ist eine erneute Herausforderung von außen in der nur fünfjährigen Geschichte von e.GO“, bedauert Prof. Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG. Das von ihm gegründete Unternehmen hat schon mehrere Rückschläge überwunden. 2017 durften überraschend keine Opel-Teile mehr in dem Elektro-Pkw e.GO Life verwendet werden, weil Opel an PSA verkauft wurde. 2018 haben einige Zulieferer nach Dieselgate einseitig bestehende Lieferverträge aufgekündigt. Die notwendigen Korrekturen kosteten e.GO Mobile viel Geld und Zeit. Wegen der Corona-Pandemie sind der Verkauf und die Lieferketten in der Autoindustrie nun unterbrochen, der Kapitalmarkt weggebrochen.

„Unsere überwiegend strategischen Investoren haben uns bis hierhin stark unterstützt und uns ermöglicht, als einziges Start-Up in Europa einen E-Pkw in Serie auf die Straße zu bringen. Jetzt haben sie verständlicherweise andere Prioritäten“, so Prof. Günther Schuh.

Für die e.GO Mobile greift nach Angaben des Unternehmens kein staatliches Rettungsprogramm. Die Hausbanken können keine Eigenanteile an der Finanzierung übernehmen. Für solche Fälle wurde das Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) erlassen, das der Autohersteller nutzt.

Unternehmen will weiter wachsen

Trotz Schutzschirmverfahren haben die Aachener große Pläne und wollen 2021/2022 stark wachsen. Sie erwartet bereits fürs kommende Jahr einen positiven operativen Cash-Flow und ab dem zweiten Halbjahr 2020 mit ersten Erträgen aus einem CO2-Zertifikate Pool.

e.GO Mobile hat 2018 in Aachen eine Industrie 4.0-Referenzfabrik für das viersitzige E-Fahrzeug e.GO Life in Betrieb genommen, den sie seit Frühjahr 2019 in Serie produziert und seit Herbst 2019 an Kunden ausliefert. „Daher wollen wir auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord behalten und hoffen, dass uns unsere Kunden und unsere Lieferanten auch während dieser Eigenverwaltungsphase die Treue halten“, so Prof. Günther Schuh.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen fast 500 Mitarbeiter auf dem Campus der RWTH Aachen. Prof. Günther Schuh appelliert: „Wir sind deutsche Ingenieure! Wir werden auch diese Krise überstehen. Wir sind ein attraktives Unternehmen, das wesentliche Lösungen für nachhaltige Mobilität von morgen bereits fertig entwickelt hat.“

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