Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
Der Audi-Betriebsrat hat die Zusage des Unternehmens bekannt gegeben, alle Stammwerke in Deutschland für die Elektromobilität einzurüsten. „Künftig fahren in jedem unserer Werke auch Elektroautos vom Band“, bestätigte Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender von Audi. „Unsere Standorte werden wir langfristig so belegen, dass sie drei Ansprüchen genügen: optimal ausgelastet, maximal flexibel und für die Zukunft aufgestellt.“
Nach dem Abgasskandal strebt der Volkswagen Konzern beim Thema Nachhaltigkeit in der Automobilbranche wieder eine Führungsrolle an. VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller erklärte auf der Group Environmental Conference (GEC) in Wolfsburg, dass der Konzern einen „entscheidenden Beitrag“ leisten werde, um den Klimawandel einzudämmen und die Luftqualität in den Städten zu verbessern.
Es war bereits so gut wie fest, nun wurde es von offizieller Seite bestätigt: Die zweite StreetScooter-Fabrik wird in Düren, Nordrhein-Westfalen, eröffnet, wie ein Post-Sprecher gestern erklärte. Die Wahl ist auf die bereits favorisierte, leerstehende Halle des Automobilzulieferers Neapco gefallen.
Erst vor wenigen Tagen machte ein Interview mit Mazda-Europa-Chef Jeffrey Guyton Schlagzeilen, in dem er erklärte, die Elektroauto-Förderung sei teilweise "pervers", sein Unternehmen werde in naher Zukunft nicht auf E-Antriebe setzen. Muss es aber, denn China drängt mit der E-Quote den japanischen Hersteller dazu, Elektroautos zu produzieren. Dafür wurde nun eine Kooperation mit Toyota geschlossen.
Die Technologieunternehmen ABB und Northvolt haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das eine weitreichende Liefer- und Technologiepartnerschaft beinhaltet. Die Kooperation dient dem Aufbau der von Northvolt geplanten Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien, bei der es sich nach Unternehmensangaben um die modernste und größte ihrer Art in Europa handeln werde.
Vom Staubsauger zum Elektroauto: Bereits im vergangenen Jahr hatte das britische Unternehmen Dyson angekündigt, neben innovativen Technikprodukten nun auch Elektroautos bauen zu wollen. Jetzt hat der Gründer James Dyson weitere Details zu dem Vorhaben bekannt gegeben.
Der französische PSA-Konzern, zu dem neben Peugeot, Citroën und DS auch Opel gehört, will bis 2023 stolze 27 der bis dahin geplanten 34 neuen Modelle auch als Elektroauto- oder Plug-in-Variante auf den Markt bringen – Opel nicht mit eingerechnet. Den Anfang sollen 2019 rein elektrische Versionen des kompakten Peugeot 208 und des DS 3 Crossback machen.
Der Automobilkonzern Mercedes Benz will sich in den Vereinigten Staaten künftig im Bereich E-Mobilität stärker engagieren. Im Werk in Alabama sollen bereits in wenigen Jahren E-Fahrzeuge der Marke EQ gebaut werden. Zusätzlich ist der Bau einer Batteriefabrik am Standort Tuscaloosa in Planung.
Am Dienstagabend hat der bekennende Hummer-Fan Arnold Schwarzenegger den weltweit ersten elektrischen Hummer von Kreisel Electric im Rahmen der Eröffnung des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums des Unternehmens im oberösterreichischen Rainbach vorgestellt. Der geländegängige Prototyp wurde in zwei Monaten Bauzeit auf Basis des Modells H1 entwickelt.
2021 sollen sie auf den Markt kommen: die E-Trucks Nikola One und Nikola Two des US-amerikanischen Startups Nikola Motor. Mit 1.000 PS und 2.700 Newtonmeter Drehmoment glänzen die Sattelschlepper durch außerordentlich hohe Leistungswerte. Die Hard- und Software der E-Trucks stammt von Bosch, darunter die erste eAchse für schwere Nutzfahrzeuge des Unternehmens.