Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
Vom neuen Aachener Elektroauto-Hersteller e.GO Mobile dürfte in Zukunft noch einiges zu hören sein. 20.000 Einheiten des Modells e.GO Life will das Unternehmen unter der Führung des StreetScooter Mitinitiators Prof. Günther Schuh ab 2019 jährlich verkaufen. Die Nachfrage sei groß, die erste Jahresproduktion des e.GO Life bereits verkauft.
Der US-Autobauer Ford plant die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Zotye Auto zur Produktion rein elektrischer Fahrzeuge. Gestern wurde die Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung verkündet. Zur Vermarktung der Elektroautos in China soll eine neue Marke für chinesische Kunden geschaffen werden.
Mazda bietet seinen Kunden nun auch eine Abwrackprämie für Dieselautos. Verbraucher, die sich für einen Neu- oder Vorführwagen entscheiden, erhalten für die Abgabe ihres Diesels der Abgasnorm 4 oder darunter finanzielle Anreize. Für einen Mazda6 der Abgas-Norm Euro 1 gibt es 6.000 Euro Förderung.
Der Münchner Flughafen hat Klimaschutzziele definiert und weitreichende Maßnahmen zur Reduktion seines CO2-Ausstoßes beschlossen. Bis 2030 will er der erste klimaneutral betriebene Airport Deutschlands werden. Um dieses Ziel zu erreichen setzt der Airport München künftig u.a. verstärkt auf Elektromobilität.
Der koreanische Autobauer Hyundai will das Feld der reichweitenstarken Elektroautos nicht Tesla und Co überlassen. Man arbeite daran, bereits ab 2021 ein Elektroauto mit mehr als 500 Kilometer Reichweite anbieten zu können. Das ist natürlich notwendig, damit Hyundai in puncto Reichweite nicht den Anschluss an die anderen Hersteller verliert, die in der Mehrzahl ähnliche E-Modelle in diesem Zeitraum angekündigt haben.
Der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla will mit dem vergleichsweise kompakten und günstigen Model 3 den Massenmarkt erobern und sich im Bereich Elektromobilität weltweit an die Spitze setzen. In den USA ist er das bereits, wie eine aktuelle Grafik von Forbes und statista verdeutlicht. So entfielen in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres stolze 45 Prozent aller Elektroauto-Verkäufe auf die beiden Tesla-Modelle.
VW wird seine neuen Elektroautos künftig in der Submarke I.D. zusammenfassen. Der im vergangenen Herbst vorgestellte Prototyp I.D. Concept macht den Anfang: ab 2019 soll das Golf-ähnliche Elektroauto in Zwickau produziert werden. Als zweiter Vertreter soll ab 2020 der I.D. Crozz folgen.
Der E-Fahrzeugbestand in China wächst weiter rasant. Nach Angaben von Behörden wurde nun die Marke von 1 Million sog. New Energy Vehicles (NEV) überschritten. Unter dem Sammelbegriff NEV werden in China Elektroautos und Plug-in-Hybride zusammengefasst. Der Bestand an reinen Elektroautos soll sich den offiziellen Zahlen zufolge auf rund 825.000 belaufen, Plug-ins kommen aktuell auf 193.000.
Russische Städte sind geplagt durch CO2-Emissionen. Daher sollen gerade im öffentlichen Nahverkehr künftig deutliche Einsparungen gelingen. So kündigt der russische Nutzfahrzeughersteller GAZ einen Umstieg seiner Kleinbusse Gazel, die in vielen Innenstädten als Linientaxis zum Einsatz kommen, auf Elektroantriebe an.
Der japanische Automobilhersteller Nissan startet ab sofort eine Abwrackprämie für Dieselfahrzeuge. Kunden, die sich einen Nissan Leaf oder einen Nissan e-NV200 anschaffen, erhalten für die Abgabe ihres alten Diesels einen fianziellen Bonus in Höhe von 2.000 Euro. In Verbindung mit der staatlichen Umweltprämie können Nissan-Käufer bis zu 7.250 Euro sparen.