Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
Im Rennen um die aussichtsreichste Zukunftstechnologie liegt die Brennstoffzelle nach Ansicht von Daimler-Chef Zetsche mittlerweile hinter der modernen Batterietechnik. Entsprechend spiele die Brennstoffzellentechnologie für Daimler keine zentrale Rolle mehr, wie Zetsche auf dem "auto motor und sport Kongress" in Stuttgart erklärte.
Die Thüga-Gruppe will dem Stadtwerkeverbund ladenetz.de beitreten, um die kommunal betriebene Ladeinfrastruktur weiter auszubauen und zu vernetzen. Dafür vereinbarte die Thüga Aktiengesellschaft eine Kooperation mit dem ladenetz.de-Betreiber, der smartlab Innovationsgesellschaft mbH.
Die Zahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte in Deutschland ist bis Ende 2016 auf 7407 Stationen angestiegen. Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, sind allein in der zweiten Jahreshälfte 890 neue Auflademöglichkeiten installiert worden. Dies entspricht einem Zuwachs von zwölf Prozent.
Der chinesische E-Fahrzeughersteller BYD ("Build Your Dreams") treibt seine globale Expansionsstrategie weiter voran und eröffnet ein neues Produktionswerk im Norden Frankreichs. Nach Angaben der Region Hauts-de-France erfolgt bis Mitte 2018 auf einer Fläche von 32.000 m² die Inbetriebnahme einer Fertigungshalle für Elektrobusse am Standort Allonne nahe Beauvais. Wie BYD auf einer Pressekonferenz kürzlich bekannt gab, liegt die Investitionssumme für das Projekt bei etwa 10 Milllionen Euro.
Das Energieunternehmen innogy, RWE's Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, will nach einem entsprechenden Vorstandsbeschluss seine komplette Firmenflotte binnen 4 Jahren auf Elektro- und Hybridmodelle umstellen. Aktuell umfasst die innogy-Dienstwagenflotte rund 1.000 Fahrzeuge.
Im nahe Coventry gelegenen Ansty eröffnet The London Taxi Company (LTC) heute eine neue Fabrik für die Produktion von Elektrotaxis. Rund 1.000 Mitarbeiter bauen dort die nächste, elektrische Version des berühmten Londoner Taxis. LTC, ein Tochterunternehmen des chinesischen Autobauers Geely, hat fast 350 Millionen Euro in die neue Produktionsstätte investiert.
Die BMW Group will 2017 und 2018 insgesamt über 40 neue und überarbeitete Modelle ihrer drei Marken auf den Markt bringen. Einen klaren Fokus will der Autobauer dabei auf die Fortsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie legen, um die „voraussichtlich dynamische Entwicklung“ mitprägen zu können.
Im Rahmen der Sondershow „Digitalisierung live“ stellt das Aachener Elektroauto-Startup e.GO Mobile AG zum ersten Mal sein Stadtauto e.GO Life im finalen Design auf der CeBIT 2017 in Hannover (20.-24. März 2017, Halle 5, Stand C38) vor. Das Besondere an dem urbanen Emobil soll die erstmalige Umsetzung einer „Industrie 4.0“-Serienfertigung für Autos sein, was u.a. in einem günstigen Preis münde – ähnliches hatte kürzlich auch Uniti verkündet.
Das Carsharing-Unternehmen Cambio ergänzt sein Angebot am Stammsitz in Bremen um vier weitere Stationen. An den Standorten Birkenstraße, Rembertistraße, Leibnizplatz und Lübecker Straße steht ab sofort jeweils ein Renault Zoe zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Cambio wagt gleichzeitig den Schritt zum reinen eCarsharing, da swb im Zuge einer neu geschlossenen Kooperation vor Ort reinen Ökostrom für die Fahrzeuge an insgesamt vier öffentlich zugänglichen Ladestationen bereitstellt.
Einer der Hauptkritikpunkte bei der Nutzung von Elektroautos ist die lange Ladedauer der Batterie. Während man ein herkömmliches Dieselfahrzeug innerhalb weniger Augenblicke volltanken kann, dauert es sogar an einer Schnellladestation etwa 20 Minuten, bis die Batterie vollständig geladen ist. In China setzt man daher schon lange auf Batterietauschstationen, an denen ein Wechsel der Akkus innerhalb von drei bis fünf Minuten möglich ist. Insbesondere die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC), einer der größten Fahrzeughersteller in Ostasien, zeigt sich in diesem Markt äußerst aktiv und will alleine im Jahr 2017 landesweit bis zu 400 neue dieser Stationen errichten.