Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
Auf dem Gelände der Paul Group in Passau-Sperrwies wurde mit dem Bau einer großen Wasserstofftankstelle begonnen. Laut den Betreibern handelt es sich um eine der leistungsstärksten H2-Tankstelle Europa und die kraftvollste in Bayern. Außerdem ist vor Ort auch ein Schnellladepark geplant.
Skoda beschleunigt seine Elektro-Offensive. Bis 2026 wollen die Tschechen drei neue Vollstromer auf den Markt bringen. Bislang hatte Skoda das bis 2030 geplant. Dazu steckt der Autobauer in den nächsten fünf Jahren 5,6 Milliarden Euro in die E-Mobilität, 700 Millionen davon fließen in die Digitalisierung. Bis 2030 soll der Verkaufsanteil an Vollstromern in Europa auf über 70 Prozent steigen.
Im September 2021 hat BMW den iX5 Hydrogen vorgestellt. Ab Ende diesen Jahres soll das Wasserstoff-SUV in einer Kleinserie für Demonstrations- und Erprobungszwecke produziert werden. Dazu hat der bayrische Autobauer nun die Produktion von Brennstoffzellensystemen gestartet.
Im Schaeffler-Neubau für die E-Mobilität sollen künftig rund 400 Arbeitsplätze entstehen.
Schaeffler erweitert seinen Entwicklungs- und Fertigungscampus für die Elektromobilität um einen dritten Gebäudekomplex. Am Hauptsitz des Unternehmensbereichs E-Mobilität in Bühl entsteht ein neues E-Mobilitäts-Kompetenzzentrum mit insgesamt 15.000 Quadratmetern Fläche.
Anfang August hat Mercedes die Bestellbücher für seinen neuen Luxus E-SUV geöffnet. Nun ist die Produktion des EQS SUV im US-Werk Tuscaloosa angelaufen. Bis Dezember soll der Stromer von dort nach Deutschland und zu anderen Märkten exportiert werden. Im weiteren Jahresverlauf wird in Tuscaloosa auch die Produktion des EQE SUV für den Weltmarkt starten.
Mercedes-Benz und Volkswagen haben Absichtserklärungen zur Elektromobilität mit der kanadischen Regierung unterschrieben. Sie wollen die Potentiale der kanadischen Automobil- und Batterielieferkette ausloten und ihre jeweilige Zusammenarbeit mit Kanada vertiefen.
Die schwedischen Unternehmen Polestar und Candela haben einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben: Candela, Hersteller von Elektrobooten mit Tragflächenantrieb, wird künftig vom Elektroautobauer Polestar Batterie- und Ladesysteme beziehen.
Citroën elektrifiziert die italienische Inselgruppe La Maddalena vor der Nordostküste Sardiniens. Im Rahmen des Projekts „Citroën drive La Maddalena electric“ werden lokale Behörden mit Elektrofahrzeugen und Wallboxen ausgerüstet.
Der Aachener Elektroautobauer Next e.Go Mobile plant den Bau einer Micro-Factory in Nordmazedonien. Die neue Anlage soll in einer Technological Industrial Development Zone in der Nähe der Stadt Tetovo entstehen und im letzten Quartal 2024 mit der Produktion starten.
Das erste europäische Werk des Batteriezellenherstellers CATL in Thüringen soll Ende des Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Nun haben die Chinesen den Bau einer weiteren Batteriefabrik im ungarischen Debrecen angekündigt. CATL wird nach eigenen Angaben 7,34 Milliarden Euro in die neue Gigafactory investieren, die auf eine jährliche Produktionskapazität von 100 GWh ausgelegt ist. Mit Mercedes-Benz steht auch der erste Großkunde für die Batteriezellen aus Debrecen fest.