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Gefragt beim Umweltbonus: Plug-in-Hybrid Mitsubishi Outlander PHEV.
Mitsubishi

Gefragt beim Umweltbonus: Plug-in-Hybrid Mitsubishi Outlander PHEV.

Im Herbst 2019 hat der Bund angekündigt, seine Kaufprämie für Elektroautos zu verlängern und aufzustocken. Doch Handel und Kunden warten noch immer darauf. Der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes kritisiert "massive Verzögerungen".

In Kundengesprächen machten zur Zeit viele Autohändler die Erfahrung, dass kaum jemand ein Elektroauto zu den alten Konditionen kaufen will, heißt es vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. „Die Bundesregierung hat ein Versprechen in die Welt gesetzt und löst es jetzt nicht ein“, resümiert ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.

Der Elektromobilität, die der Staat ja eigentlich fördern wolle, werde damit ein Bärendienst erwiesen. Niemand wisse, wie es weitergehe, heißt es vom Branchenverband. Weder von der Bundesregierung noch von dem für die Umsetzung zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gebe es eine klare Aussage, wann mit der versprochenen Bonuserhöhung gerechnet werden könne, kritisiert das Kraftfahrzeuggewerbe.

"Bitte sehen Sie von Anfragen ab"

Den Handel, der den Unmut der Kunden als Erster zu spüren bekomme, lasse man damit im Regen stehen, schimpft Axel Koblitz. Er fordert, dieser "Hängepartie" müsse so schnell wie möglich ein Ende bereitet werden. Auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle heißt es dazu knapp:

„Zum jetzigen Zeitpunkt liegen dem BAFA keine Informationen vor, wann und wie die Richtlinie zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen geändert wird. Bitte sehen Sie von telefonischen Anfragen ab. Sobald entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt werden können, werden sie auf dieser Seite veröffentlicht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Nach Zahlen des Bundesamts wurden zuletzt - im November 2019 - insgesamt 4.761 Anträge für den Umweltbonus gestellt.

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