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Vom Benzin zum Strom. An der Hochschulabteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule baut ein Studententeam einen Tata Nano zu einem Elektro-Auto um. Am Steuer (des rechtsgesteuerten indischen Autos): Teamleiter Prof. Dr. Guido Mihatsch, hinter ihm: Mitarbeiter Thorsten Most, am Heck: Vivek Yadav aus Neu-Delhi, am nicht mehr benötigten Tank: Hayssam Siala, an der Batterie: Matthias Hamm.
WH/BL

Vom Benzin zum Strom. An der Hochschulabteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule baut ein Studententeam einen Tata Nano zu einem Elektro-Auto um. Am Steuer (des rechtsgesteuerten indischen Autos): Teamleiter Prof. Dr. Guido Mihatsch, hinter ihm: Mitarbeiter Thorsten Most, am Heck: Vivek Yadav aus Neu-Delhi, am nicht mehr benötigten Tank: Hayssam Siala, an der Batterie: Matthias Hamm.

Im vergangenen Jahr hat Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royale einen Wettbewerb ausgerufen, der die Entwicklung eines kleinen Elektroautos zum Ziel hat, das für maximal 7.000 Euro verkauft werden könne. Studenten der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen haben sich derweil unabhängig davon daran gemacht, das weltweit günstigste Elektroauto zu bauen, wie Professor Guido Mihatsch, der das Projektteam betreut, erklärt.

Im Rahmen eines praktischen Semesterprojekts des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen bauen 5 Master-Studenten das indische Kleinstauto Tata Nano (das im Original mit einem Zweizylinder-Verbrennungsmotor ausgerüstet ist) auf Elektroantrieb um. Zwar besitzt der Kleinwagen keine Zulassung für den europäischen Straßenverkehr, jedoch hat er eine Lizenz für internationale, praxisorientierte Forschung und Entwicklung erhalten. Der Elektromotor stammt aus China, das Know-how aus Recklinghausen.

 

Elektroauto könnte für 5.000 Euro in Serie gehen – theoretisch...

 

Die Studenten wollen nicht nur beweisen, dass es technisch möglich ist, auf Basis des Tata Nano ein Elektroauto zu bauen und zu betreiben, sondern auch, dass sie mit diesem Projekt unter 7.000 Euro Gesamtkosten bleiben. Es soll das "ideale Ruhrgebietsauto" werden: ein praktisches E-Auto für die Stadt mit maximal 100 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit und einer Reichweite von rund 80 Kilometern. "Sollte ein solches Auto mal in Serie gehen, kommt man unter 5.000 Euro Anschaffungspreis", meint Prof. Dr. Guido Mihatsch.  

Noch arbeiten die Studenten mit Hochdruck an dem Projekt, das spätestens zum Ende des Sommersemesters fertig gestellt werden soll. Auf der Straße wird der kleine Elektro-Tata mangels Zulassung dann nicht fahren dürfen – dafür müsste man nicht nur die Umbauten, sondern das gesamt Fahrzeug vom TÜV genehmigen lassen. Aber dafür soll das Elektroauto kommenden Studentengruppen für Tests und Weiterentwicklungen zur Verfügung stehen. 

 

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