Elektromobilität: Meldungen zur Ladeinfrastruktur
Das Berliner Beratungsunternehmen M3E hat mit dem „Bedarfscheck Ladeinfrastruktur“ ein neues, kostenfrei nutzbares Tool vorgestellt, das die Planung, Analyse und Umsetzung von Ladeinfrastruktur (LIS) deutlich vereinfachen soll. Zielgruppe sind Kommunen, Stadtwerke, Logistik- und Gewerbeunternehmen sowie die Immobilienwirtschaft, die beim Ausbau von E-Mobilität und Ladepunkten bislang mit aufwändigen Prozessen kämpfen.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in deutschen Städten und Gemeinden nimmt zunehmend an Fahrt auf. Ein wichtiger Schritt in Richtung eines flächendeckenden, öffentlichen Ladenetzes ist nach Angaben des Berliner Beratungsunternehmens M3E der Einsatz von Konzessionsmodellen. Dieses Betriebsmodell ermögliche es Kommunen, externe Investoren in die Planung, den Aufbau und den Betrieb von Ladepunkten einzubeziehen. Angesichts der finanziellen und administrativen Hürden, die die Installation von Ladestationen mit sich bringe, werde so der Aufbau einer zukunftsfähigen und effizienten kommunalen Ladeinfrastruktur erleichtert, argumentieren die Elektromobilitäts-Spezialisten.
Um Elektromobilität auch im ländlichen Raum alltagstauglich zu machen, setzt der Landkreis Harburg ein ambitioniertes Vorhaben um: Bis 2030 soll ein flächendeckendes Netz an öffentlichen Ladepunkten entstehen. Geplant sind 690 Ladepunkte an 225 Standorten, die im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben werden. Der erste Meilenstein ist erreicht – die Markterkundung ist gestartet.
Netto Deutschland und Vattenfall haben die ersten drei Filialen der Discounter-Kette mit Schnellladesäulen ausgestattet. 270 weitere Supermärkte sollen folgen.
Mercedes-Benz will im Herbst die ersten eigenen Schnellladeparks eröffnen. Los geht es hierzulande mit einem Standort in Mannheim, in den USA in Atlanta und in China in Chengdu. Bis Ende 2024 wollen die Stuttgarter über 2.000 Ladepunkte in Betrieb haben.
BMW, Mercedes und fünf weitere große Autobauer wollen führendes Schnellladenetz in Nordamerika bauen
BMW, General Motors, Honda, Hyundai, Kia, Mercedes-Benz und Stellantis wollen sich zusammen tun, um „das führende Schnellladenetz“ in Nordamerika aufzubauen. Die ersten Schnellladesäulen sollen im Sommer 2024 in den USA einsatzbereit sein, Standorte in Kanada zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Die Anzahl der Ladepunkte in deutschen Städten wächst kontinuierlich und auch die Zahl der E-Autos steigt und steigt. Doch immer wieder werden Ladesäulen etwa durch falschparkende Verbrenner blockiert. Spezielle Sensoren sollen nun in Berlin den Ordnungsämtern die Überwachung der Ladestellplätze erleichtern und so die Blockierung der Ladepunkte reduzieren.
Porsche will entlang der wichtigsten europäischen Verkehrsrouten eigene Schnellladestationen exklusiv für die eigenen Kunden errichten. Als Pilot-Standort hat nun die erste Porsche Charging Lounge bei Bingen am Rhein den Betrieb aufgenommen. Zwei Minuten vom Autobahndreieck A60/A61 entfernt, stehen dort sechs Gleichstrom-Schnellladesäulen mit 300 kW sowie vier Wechselstrom-Ladepunkte mit je 22 kW zur Verfügung.
Enercity will bis 2026 über 1.300 öffentliche Elektroauto-Ladepunkte in Hannover betreiben.
Der Energiedienstleister Enercity baut sein Schnellladenetz in Hannover aus: Ab sofort können E-Autos an 16 öffentlichen Schnellladepunkten im Osten, Norden, Westen und Süden des Cityrings grünen Strom tanken.
Das europäische Schnellladeunternehmen Fastned hat kürzlich seinen 1.500. Schnellladepunkt in der Nähe von Rouen installiert. Der pünktlich zur Sommerreisezeit in Betrieb genommene Schnelllader liegt an einer der beliebtesten Reiserouten über bzw. nach Frankreich.