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Volkswagen

Bereits heute und verstärkt in Zukunft müssen infolge der Energiewende Schwankungen im Stromnetz und der variierende Stromverbrauch in Einklang gebracht werden. Elektroautos und andere E-Fahrzeuge könnten dabei mit ihrem Speicherpotenzial eine wesentliche Rolle spielen – aber dies ist noch Gegenstand zahlreicher Forschungsvorhaben.

Eines davon ist das Forschungsprojekt "Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen" ("INEES"), in dem die Kooperationspartner Volkswagen AG, LichtBlick SE, SMA Solar Technology AG und das Fraunhofer Institut Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) untersucht haben, wie die Elektromobilität mit der Energiewirtschaft verknüpft werden kann.

INEES-Abschlussbericht vorgelegt

 

Jetzt wurde der Abschlussbericht des Projekts vorgelegt. Es zeigte sich, dass es technisch möglich ist, durch Einbindung von Elektrofahrzeugen Netzschwankungen aufzufangen. Während der rund 3,5-jährigen Projektlaufzeit wurde die Möglichkeit untersucht, durch einen Pool von Elektroautos eine ausgleichende und stabilisierende Wirkung auf die Stromnetze zu erreichen. 

Dem lag der Gedanke zugrunde, dass die gepoolten Batterien der E-Autos einen verbrauchsnahen Stromspeicher signifikanter Größe bilden, der die Schwankungen im Stromnetz ausgleichen kann. Die Elektroautos – 20 mit einer bidirektionalen Ladefunktion ausgerüstete VW e-up! - konnten sowohl Strom laden, als auch Energie wieder in das Stromnetz einspeisen. Dieses Konzept wurde in einem einjährigen Flottenversuch umgesetzt. 

Unter aktuellen Bedingungen nicht wirtschaftlich

 

Mit einer Mobiltelefon-App wurde auch eine Nutzerschnittstelle entwickelt, die es den Teilnehmern des Flottenversuchs ermöglichte zu testen, wie sich ihr persönliches Fahrverhalten und die Anforderungen des Strommarktes miteinander verbinden lassen. Sie konnten den Elektroauto-Akku zur Unterstützung des Stromnetzes freigeben und sollen dabei grundsätzlich keine Einschränkungen in ihrer alltäglichen Mobilität festgestellt haben. 

Dazu beigetragen habe auch ein im Projekt entwickeltes Anreizsystem: So haben die Teilnehmer eine Prämie erhalten, wenn sie einen Teil ihrer Batteriekapazität für die energiewirtschaftliche Nutzung freigaben. Allerdings: Die energiewirtschaftliche Analyse hat ergeben, dass die Erbringung von Regelleistung durch einen Elektroauto-Pool unter den aktuellen Rahmenbedingungen derzeit nicht rentabel ist. Dies dürfte sich jedoch in Zukunft durch geplante Gesetzesänderungen, technische Weiterentwicklungen und den Wandel des Energiesystems ändern.

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