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Prof. Dr. Lars Baumann aus Hannover-Bothfeld führt als Testfahrer die neue CarConnectBox vor
enercity

Prof. Dr. Lars Baumann aus Hannover-Bothfeld führt als Testfahrer die neue CarConnectBox vor

Heute ist als Beitrag zum Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg auf dem enercity-Gelände in Hannover das Forschungsprojekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk“ gestartet. Es hat zum Ziel zu untersuchen, wie Elektroautos systemstabilisierend ins Stromnetz eingebunden werden können. Dabei ist vor allem das Ladeverhalten von Interesse.

Der Praxistest wird mit insgesamt 40 Testfahrern absolviert – neben den 10 VW e-up! aus dem enercity-Fuhrpark nehmen auch 30 unterschiedliche Elektroautos privater und gewerblicher Herkunft teil. Für den Feldversuch wurde eigens als Ladestation die CarConnectBox (CCB) entwickelt, die an 40 Stellplätzen installiert worden ist.

Die enercity Contracting GmbH (eCG) ist ein Unternehmen der Stadtwerke Hannover AG und führt schon seit 2010 Alltagstests zur Elektromobilität durch, wie eCG-Geschäftsführerin Corinna Kleimann erklärte. Bei dem aktuellen, auf 15 Monate angesetzten Forschungsvorhaben arbeitet der Energieversorger mit dem Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik der Leibniz Uni Hannover und dem Institut für Transportation Design aus Braunschweig zusammen, um die Randbedingungen und Möglichkeiten einer Integration von Elektrofahrzeugen in die bestehenden energiewirtschaftlichen Systeme zu untersuchen.

 

Unterschiedliche Abrechnungsmodelle im Test

 

Mit der CCB werde nicht nur jeder Ladevorgang dokumentiert, es könne darüber auch das gesteuerte Laden der E-Auto-Testgruppe organisiert werden. „Mit diesem Forschungsprojekt wollen wir auch untersuchen, welchen Beitrag die Akkuspeicher von Elektroautos zur Energiewende leisten können." so eCG-Geschäftsführerin Kleimann. Projektleiter Matthias Röhrig erläuterte die Funktionsweise: "Wir werden vier Abrechnungsmodelle für Ladestrom unter realitätsnahen Bedingungen erproben. Das wären drei Formen des reinen Ladens: beliebig, zu fest vorgegebenen Zeiten sowie zeitflexibles, netzfreundliches Laden. Den Akku auch entladen zu lassen, ist Kür und wird in der vierten Phase simuliert. Als schöner Nebeneffekt für die Tester besteht bei einem entsprechenden systemstabilisierenden Ladeverhalten sogar die Möglichkeit, finanzielle Prämien in Höhe von bis zu 1.000 Euro zu erwirtschaften. Zukünftig größere Mengen an E-Fahrzeugen können eine Rolle in virtuellen Kraftwerken spielen“

Neben der neu entwickelten CCB-Technik werde auch die Akzeptanzforschung im Fokus des Projektes stehen. Daher werde es regelmäßige Befragungen der Testgruppe zu ihrem Fahrverhalten geben. Die Projekterkenntnisse sollen dazu beitragen, die Einbindung von erneuerbaren Energien in das Stromnetz weiter voran zu treiben.

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