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Overlaet | [CC BY-SA 3.0] |  via Wikimedia Commons

Bei den Diskussionen um den Anschub und die Förderung der Elektromobilität spielt der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur stets eine zentrale Rolle. Eine Studie aus Kanada kommt zu dem Schluss, dass der Fokus öffentlicher Bemühungen womöglich woanders liegen sollte.

Die von der Simon Fraser University durchgeführte, landesweite Untersuchung wertete Informationen von 1.739 Haushalten aus, die zu den Neuwagenkäufern gehören. Die Menschen wurden sowohl nach ihrer Kenntnis der regionalen öffentlichen Ladeinfrastruktur als auch nach ihrem Interesse befragt, ein Elektrofahrzeug wie z.B. einen Nissan Leaf oder einen Chevy Volt zu kaufen (die meisten Befragten tendierten übrigens zu flexiblen Hybridmodellen wie dem Volt). 18 Prozent der Befragten erklärten, mindestens eine öffentliche Ladestation in der Region wahrgenommen zu haben.

Allerdings hänge die Wahrnehmung von Stromtankstellen eng mit einem bereits existierenden Interesse für Elektrofahrzeuge zusammen. Die Behauptung der Forscher: Die Wahrnehmung einer öffentlichen Ladeinfrastruktur stehe in keinem direkten Zusammenhang mit der Zunahme von Elektroautos. Vielmehr sei bei Interessierten die Verfügbarkeit einer Heimlademöglichkeit ausschlaggebend, ebenso wie Kaufzuschüsse.

Die Ergebnisse könnten großen Einfluss auf Regierungen nehmen, die den Elektroauto-Markt ankurbeln wollen, vermutet Assistenzprofessor Jonn Axsen. Denn der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur sei vielleicht nicht der beste Weg, für mehr E-Autos auf den Straßen zu sorgen, sondern eher Subventionen für die Errichtung privater Ladeinfrastruktur sowie den Kauf von Elektroautos.

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