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An der intercharge-Kennzeichnung erkennen Nutzer, dass die Ladesäule kompatibel mit Direktbezahlverfahren ist
Hubject GmbH

An der intercharge-Kennzeichnung erkennen Nutzer, dass die Ladesäule kompatibel mit Direktbezahlverfahren ist

Das Förderprogramm für Ladeinfrastruktur des Bundesverkehrsministeriums wird zum europäischen Vorreiter: Es definiert Ad-hoc- und vertragsbasiertes Laden, um dem Kunden ein flächendeckendes Netz von Ladesäulen zu bieten und vor allem Fahrstromanbietern ganz neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Mit dem jetzt gestarteten Förderprogramm für Ladeinfrastruktur in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro wendet sich das Bundesverkehrsministerium gezielt an alle Unternehmen, die neue Geschäftsmodelle rund um den Aufbau von Ladesäulen planen.

Nachdem bereits die Automobilhersteller in Deutschland mit ihrem Konsortium für Schnellladestationen ein Zeichen gesetzt haben, ziehen nun auch die Energieversorger in Deutschland nach. innogy, E.ON, Vattenfall und EnBW planen den Aufbau von Ladestationen im großen Stil und setzen dabei auf die Bundesförderung. Alle Aktivitäten bewirken dabei die Etablierung neuer Geschäftsmodelle rund um das Laden von Elektroautos für Startups, Stadtwerke, Automobilhersteller und Automobilzulieferer.

Das Verkehrsministerium baut mit seinem Programm auf vielen Erkenntnissen auf, die seit der 2014 in Kraft getretenen AFI-Richtlinie aus Brüssel gewonnen wurden. In diese Richtlinie fallen sowohl die technischen als auch die organisatorischen Mindestvorgaben, die eine flächendeckend harmonische Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ermöglichen. Neben den einheitlichen Steckertypen wurde darin auch der diskriminierungsfreie Zugang festgesetzt und die Benachteiligung von Marktteilnehmern unterbunden.

Die Förderrichtlinie des Bundesverkehrsministeriums vom 13. Februar 2017 greift noch weiter und schafft drei grundlegende Komponenten: die Reduzierung von Markteintrittsbarrieren auf der Unternehmensseite für den Ladesäulenaufbau, die Steigerung der Kundenfreundlichkeit für alle Elektroautofahrer und die Förderung des Wettbewerbs in der Elektromobilität. Neben dem diskriminierungsfreien Ad-hoc- und dem vertragsbasierten Zugang zu öffentlich zugänglichen Ladesäulen (kundenfreundliches Laden) hilft das Programm der Etablierung neuer Geschäftsmodelle für alle sogenannten Fahrstromanbieter, die den vertragsbasierten Zugang zu Ladepunkten in ihrem Geschäftsmodell verankern möchten. Denn nur, wenn sichergestellt wird, dass die vorhandenen Ladepunkte jedem Elektroautofahrer zugänglich sind, die Möglichkeit von vertragsbasiertem sowie spontanem (Ad-hoc) Laden besteht und das Stromladen vereinfacht wird, macht der Ausbau von Ladeinfrastruktur wirklich Sinn. Das Laden mit Smartphone App genauso wie mit RFID-Karte muss im Sinne des Programms grundsätzlich möglich sein. Damit macht eine Direktbezahlmöglichkeit über Kreditkarten oder PayPal das Laden zum Kinderspiel für jeden Elektroautofahrer.

Konkret wird damit heute auch der Fahrer eines Elektrofahrzeugs aus dem Ausland in der Lage sein, mithilfe einer mobilen Website und seiner Kreditkarte überall in Deutschland laden zu können. Bringt dieser Nutzer alternativ seinen persönlichen Fahrstromvertrag (z.B. in Form einer App) mit, so kann er an den Säulen des Programms genauso überall laden. Anhand eines Kompatibilitätszeichens sind diese Ladepunkte für Elektroautofahrer einfach zu erkennen – vergleichbar mit dem Symbol der VISA-Card, die dem Nutzer an Geldautomaten die Möglichkeit des Geldabhebens aufzeigt.

Die meisten Ladestationen in Deutschland funktionieren bereits nach diesem Schema, sodass das Förderprogramm jetzt auf ein 100% zugängliches Ladenetzwerk in Deutschland hinarbeitet. Mit der intercharge-Kennzeichnung wird bereits heute genau dieses Ladeerlebnis an einem Großteil der Ladesäulen in Deutschland, sowohl bei Alllego, be.ENERGISED, innogy, E-WALD als auch bei hunderten von Stadtwerken angeboten.

Mit dem Förderprogramm, auf das sich jedes Unternehmen bewerben kann, wird ein neuer Impuls geschaffen, der dazu auffordert, eine flächendeckend kundenfreundliche Ladeinfrastruktur zu errichten, um damit die Elektromobilität in Deutschland nachhaltig zu stärken. Damit gehört es endlich der Vergangenheit an, zum Laden mit zahlreichen Ladekarten durch die Republik zu fahren. Vielmehr entscheidet ab jetzt der Nutzer, welches Angebot für das Laden seines Elektrofahrzeugs für ihn am besten passt.

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