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Auch wenn alle Autos in Deutschland elektrisch fahren, knickt das Stromnetz nicht ein – so das Ergebnis der Eon-Studie.
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Auch wenn alle Autos in Deutschland elektrisch fahren, knickt das Stromnetz nicht ein – so das Ergebnis der Eon-Studie.

Wenn in Zukunft Millionen Menschen ihre Elektroautos laden, geht überall in Deutschland das Licht aus: Dieses oft bemühte Schreckensszenario wird von einer aktuellen Eon-Studie entkräftet. Selbst wenn bis 2045 sämtliche 6,5 Millionen Pkw im Eon-Netzgebiet elektrisch fahren und laden, wäre die Versorgungssicherheit nicht gefährdet – das ergab der virtuelle Stresstest, den das Unternehmen mit Energieberater Consentec durchgeführt hat.

Voraussetzung für die Versorgungssicherheit seien laut Eon allerdings kontinuierliche und vorausschauende Investitionen in die Netz-Infrastruktur. Für die nächsten 25 Jahre errechnet die Studie einen Investitionsbedarf bei Eon von insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro. Das klingt nicht wenig, ist aber eine vergleichsweise überschaubare Summe. Nach eigener Aussage investiert der Energieversorger aktuell rund 1 Milliarde Euro in die deutschen Netze – und zwar pro Jahr.

Intelligentes Lademanagment könnte Investitionsbedarf halbieren

Bei gleichmäßiger Verteilung der Gesamtinvestitionen von 2,5 Milliarden Euro auf die rund 6,5 Millionen Elektro-Pkw im Eon Netzgebiet ergebe sich ein durchschnittlicher Investitionsbedarf von knapp 400 Euro je Fahrzeug. Dieser Investitionsbedarf pro Pkw könnte Eon zufolge sogar noch halbiert werden. Voraussetzung dafür seien digitale Lösungen und Anreize für Kunden, um einen Großteil der Ladevorgänge in die lastschwachen Nachtstunden zu verschieben.

Eons Netzgebiet erstreckt sich vor allem auf den ländlichen Raum. Dennoch seien die Resultate der Studie auch auf urbane Gebiete übertragbar, wo der Strombedarf größer ausfällt. Andere Netzbetreiber würden die Ergebnisse bestätigten, so Eon.

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