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Kein anderer Hersteller brachte im ersten Quartal mehr E-Fahrzeuge auf die Straße als Tesla. Der Volkswagen-Konzern konnte sich - all seine Marken zusammengenommen - aber noch vor den Kaliforniern platzieren.
Tesla

Kein anderer Hersteller brachte im ersten Quartal mehr E-Fahrzeuge auf die Straße als Tesla. Der Volkswagen-Konzern konnte sich - all seine Marken zusammengenommen - aber noch vor den Kaliforniern platzieren.

Im ersten Quartal 2023 kamen in Deutschland 94.736 reine Elektrofahrzeuge neu auf die Straße. Das entspricht einem Zuwachs von 13,2 Prozent, wie das Center of Automotive Management (CAM) errechnet hat. Trotz der deutlichen Absenkung des Umweltbonus entwickeln sich die Vollstromer damit weiter überdurchschnittlich zum Gesamtmarkt, der um 6,5 Prozent zulegen konnte.

Demgegenüber haben sich die Neuzulassungen von Plug-in Hybriden (PHEV) mit nur noch 37.545 Pkw nahezu halbiert. Der PHEV-Anteil sinkt nach dem Auslaufen der Förderprämie auf 5,6 Prozent.

Der Neuzulassungsanteil von reinen Batteriefahrzeugen (BEV) stieg von 13,4 Prozent in Q1 2022 auf 14,2 Prozent in diesem Jahr. Für das Gesamtjahr rechnet das CAM bei den E-Autos mit einem Wachstum um 17 Prozent auf 550.000 im Vergleich zum Vorjahr (470.559).

Tesla vor VW und Audi

Marktführer unter den Elektrofahrzeugen in Deutschland ist im bisherigen Jahresverlauf Tesla mit 20.655 Neuzulassungen, dahinter folgt mit deutlichem Abstand VW mit 13.443 Neuzulassungen. Audi und Mercedes kommen mit 7.637 beziehungsweise 7.298 E-Pkw auf Rang drei und vier vor Hyundai (5394) und BMW (4334).

Die Plätze sieben und acht sichern sich Smart (3380) und Fiat (3125). Erstmals in den Top 10 ist der chinesisch-britische Herstellre MG Roewe mit 3.117 Zulassung. Rang 10 geht an Skoda mit 2736 neuen Batteriefahrzeugen. Während also Tesla die Marke VW deutlich hinter sich lässt, kann sich der Volkswagen-Konzern mit all seinen Marken noch vor den Kaliforniern platzieren.

Mini, Volvo und Hyundai überdurchschnittlich 

Neben den reinen Elektro-Marken Tesla, Smart und Polestar erreichen einige Hersteller deutlich überdurchschnittliche Vollstromer-Anteile an den Neuzulassungen. Dazu zählen MG mit 81 Prozent, Mini mit 27,5 Prozent, Volvo mit 24 Prozent und Hyundai mit 23,7 Prozent. Peugeot, Fiat und Renault liegen noch leicht über dem Durchschnitt von 14,2 Prozent.

Toyota und Ford unter ferner liefen

Unter dem Marktdurchschnitt bewegen sich im ersten Quartal diesen Jahres die Vollstromer-Anteile von Audi (12,6 Prozent), VW (10,6 Prozent), Mercedes (10,2 Prozent) und BMW (7,5 Prozent). Bei Toyota (4,4 Prozent) oder Ford (2,3 Prozent) spielen reine E-Fahrzeuge beim Fahrzeugverkauf in Deutschland noch fast keine Rolle.

Durchnittliche Reichweite von 420 Kilometern

Die Anschaffungspreise von Elektrofahrzeugen bewegen sich laut CAM im Vergleich zu Benzinern immer noch in einem weit überdurchschnittlichen Bereich. Der mittlere Einstiegspreis aller 78 aktuell verfügbaren BEV-Modelle liegt gewichtet an den Neuzulassungen bei 48.700 Euro.

Die Einstiegspreise von Kleinst-, Klein- und Kompaktwagen (niedrige Segmente) betragen im Mittel 32.155 Euro, während die besonders populären SUV und Geländewagen auf einen Durchschnittspreis von 47.627 Euro kommen. Die mittleren SUV beginnen bei einem Einstiegspreis von 46.412 Euro.

Die Reichweiten der Elektrofahrzeuge befinden sich laut CAM-Studie bereits auf einem relativ hohen Niveau. Die durchschnittliche Reichweite der 78 Modelle (beste Ausstattungslinie) liegt bei 421 Kilometern gemäß WLTP-Norm, wobei in den niedrigen Segmenten 342 und in der Oberen Mittelklasse und Oberklasse im Mittel 553 Kilometer erreicht werden.

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