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Ein Ampera auf dem FREE-Kongress in Kassel
MoWiN/Regionalmanagement NordHessen GmbH

Ein Ampera auf dem FREE-Kongress in Kassel

Weg von der Individual-Mobilität mit eigenem PKW hin zu mulitmodalen Verkehrskonzepten – Politiker, Stadtplaner und Umweltschützer sehen darin einen wichtigen Schritt, die hohe Verkehrsbelastung in Innenstädten sowie die CO2-Emissionen zu reduzieren. Geschlossene, nutzerfreundliche Konzepte sind allerdings noch nicht so verbreitet – was auch daran liegt, dass die Menschen Mobilität neu denken müssen, damit multimodale Verkehrskonzepte breit angenommen werden und somit funktionieren. Aber sie sind immer mehr im Kommen: Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) will die notwendige Veränderung für ihre Stadt anstoßen.

Zur Illustration verweist die KVG auf ihre Berechnungen: Demnach erbringen die Straßenbahnen und Busse rund 28 Prozent der Personenverkehrsleistung in Kassel – sind dabei aber nur für weniger als 10 Prozent der personenverkehrsbedingten lokalen CO2-Emission verantwortlich. Es ist leicht auszurechnen, wie sich die CO2-Emissionen senken ließen, würden mehr Menschen die Angebote des ÖPNV nutzen.

 

KVG will bis zu 18 Elektroautos als Ergänzung zum Linienverkehr anschaffen

 

Und diese Angebote sollen nun erweitert und in ein multimodales Verkehrskonzept integriert werden. Mittelpunkt soll weiterhin der ÖPNV mit Bussen und vor allem Straßenbahnen, die Pioniere der Elektromobilität im städtischen Personenverkehr, sein. Zusammen mit dem dem Rad- und Fußverkehr sowie unkompliziert verfügbaren E-PKW soll sich in Kassel ein umweltfreundlicher Verkehrsverbund etablieren. Die Verkehrsplaner verweisen darauf, dass allein die Bereitsstellung des Angebots nicht automatisch zu veränderter Mobilität führe, es sei auch Aufgabe nachhaltiger Mobilitätskonzepte, die notwendigen Verhaltensänderungen anzuregen – die Elektromobilität liefert nach Ansicht der KVG dafür gute Argumente. Zur Erprobung alternativer Verkehrskonzepte engagiert sich die KVG auch im Forschungsprojekts FREE (Freizeit- und Eventverkehre mit intermodal buchbaren Fahrzeugen) , das u.a. auch die Entwicklung einer Kundenplattform zum Ziel hat.

Schon heute können Inhaber einer KVG-Jahreskarte vergünstigte Carsharing- (bei einem Fremdanbieter) und Fahrradleih-Konditionen erhalten. Daneben hat die KVG auf eigene Kosten Elektroautos angeschafft, die sie im Rahmen eines stationären E-Carsharings (im Rahmen des genannten Forschungsprojekts FREE) an Verkehrsknotenpunkten in der Stadt zur Verfügung stellt. Dies soll nun weiter ausgebaut werden: Bis zu 18 Elektroautos sollen als Ergänzung zum Linienverkehr mit Straßenbahnen und Bussen in die Angebotspalette integriert werden – aktuell gibt es drei Mobilpunkte mit E-Autos in Kassel. Ein Dienstleister übernimmt die Integration der Elektroauto-Flotte in die sein Carsharing-Angebot und sein Buchungssystem. Langfristig sollen die Elektrofahrzeuge in das Eigentum des Carsharing-Anbieters überführt werden.

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