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Bereits 2011 hat die BSR die Wasserstoff-Technolgie erprobt. Ab sofort fahren nun die ersten H2-Müllautos im regulären Betrieb durch die Hauptstadt.
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Bereits 2011 hat die BSR die Wasserstoff-Technolgie erprobt. Ab sofort fahren nun die ersten H2-Müllautos im regulären Betrieb durch die Hauptstadt.

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) sammeln den Abfall in der Hauptstadt nun auch mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Zwei Wasserstoffmüllwagen hat Hersteller Faun nun an die BSR ausgeliefert, weitere zwölf sollen folgen. 

Die Berliner Fahrzeuge sind mit einer 85 KW-Batterie, einer 30 KW Brennstoffzelle und acht Kilogramm Wasserstoff ausgestattet. Damit seien sie passgenau auf das Sammelrevier der Hauptstadt abgestimmt, so die BSR.

„Wir freuen uns, dass wir nun auch in der schweren Nutzfahrzeugklasse emissionsfreie und auch leise Abfallsammelfahrzeuge einsetzen. Uns ist es sehr wichtig, dass die Fahrzeuge die gleichen Leistungsanforderungen erfüllen wie Dieselfahrzeuge. Neben der notwendigen Reichweite ist hier vor allen die Nutzlast von 11 Tonnen zu nennen“, sagt Wolfgang Wüllhorst Fuhrparkchef der BSR.

Das Projekt wird aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ und mit Mitteln der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums gefördert.

„Wasserstoff, Brennstoffzelle und Strom bewegen die Zukunft. Das brauchen wir jetzt real auf der Straße.Heute fördern wir mit 4,5 Millionen Euro 14 saubere und leise Abfallsammelfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb von insgesamt 170 bewilligten Elektrofahrzeuge der BSR. Diese bezuschussen wir mit 23,7 Millionen Euro und entlasten damit Tausende Berliner von Lärm und Abgasen“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Wasserstoff-Müllwagen für weitere Städte

Auch Lübeck, Kassel und Recklinghausen haben bereits die Förderbewilligung für wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge erhalten. Konkret sollen in Kassel und Recklinghausen jeweils zwei und in Lübeck ein Exemplar auf die Straße kommen.

Faun, der Hersteller der Berliner H2-Müllwagen, will nach eigener Aussage bis 2026 bis zu 12.000 wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge in Betrieb bringen. Die Niedersachsen haben sich dafür mit Industriepartnern im Projekt Clean Hydrogen Coastline zusammengetan. Ziel der Kooperation ist der Aufbau von bis zu 400 Megawatt Elektrolysekapazität für die Produktion von grünem Wasserstoff binnen fünf Jahren.

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