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Die Deutsche Umwelthilfe hält Plug-in-Hybrid-Luxuslimousinen wie den BMW 740Le xDrive iPerformance nicht für umweltfreundlich.
BMW Group

Die Deutsche Umwelthilfe hält Plug-in-Hybrid-Luxuslimousinen wie den BMW 740Le xDrive iPerformance nicht für umweltfreundlich.

Bereits zum 12. Mal hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Emissionen der von deutschen Regierungspolitikern genutzten Dienstwagen untersucht. Ergebnis: Kein Politiker-Dienstwagen hält den EU-Grenzwert auf der Straße ein. Aber es gibt große Unterschiede zwischen den Ressorts und Ländern.

Erstmals hat die DUH die realen CO2-Emissionen zur Bewertung herangezogen, vormals wurden die Angaben der Hersteller verwendet. Unter Berücksichtigung der realen Verbrauchswerte hat kein einziger Dienstwagen der 236 Befragten den CO2-Grenzwert der EU von 130 g CO2/km eingehalten. Denn die Diskrepanz zwischen den offiziellen CO2-Angaben der Hersteller und dem tatsächlichen CO2-Ausstoß auf der Straße liegt nach Angaben der DUH mittlerweile bei 42 Prozent.

Tatsächliche Verbräuche sollen stark von Herstellerangaben abweichen

Dabei bezog sich die Deutsche Umwelthilfe auf den Bericht „From Laboratory to Road“ 2017 des unabhängigen Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT). Dort lagen die durchschnittlichen Abweichungen bei den vom ICCT untersuchten Modellen von Mercedes-Benz bei 51 Prozent, von Audi bei 48 Prozent, von BMW bei 46 Prozent und von VW bei 38 Prozent.

So lagen der DUH zufolge die realen CO2-Emissionswerten beispielsweise beim Dienstfahrzeug der Bildungssenatorin aus Bremen, Claudia Bogedan, bei 154 g CO2/km, während Berlins Regierungschef Michael Müllers Fahrzeug stolze 408 g CO2/km emittiert – die Politiker sind also noch weit von der EU-Vorgabe von 95 g CO2/km ab 2020 entfernt.

DUH kritisiert Plug-in-Hybride

"Vor allem die unter dem Deckmantel „Elektromotor“ staatlich geförderten pseudo-ökologischen Plug-In-Powerlimousinen sind in Wirklichkeit besonders spritdurstig und leisten somit keinen Beitrag zum Klimaschutz", so die Deutsche Umwelthilfe in ihrem aktuellen Bericht.

Die in Oberklasse-Limousinen verbauten Plug-In-Hybridmotoren offenbarten nach Angaben des Umweltverbands die größten Abweichungen zwischen angegebenem und tatsächlichem Verbrauch. Sie sollen mehr CO2 emittieren als konventionelle Verbrenner, da sie häufig besonders stark motorisiert seien und fast ausnahmslos mit Verbrennungsmotor gefahren würden, meint die DUH.

Deren Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch appellierte an die Politik, bei den Teilzeitstromern stärker zu differenzieren und nur noch Plug-in-Hybride zu fördern, die im Realbetrieb weniger als 130 g CO2/km emittieren und eine ausreichend große Strecke rein elektrisch zurücklegen können.

Die Ergebnisse im Einzelnen können Sie hier nachlesen:

 Dienstwagen-Check 2018: Bundesminister
 Dienstwagen-Check 2018: Bundesministerien
 Dienstwagen-Check 2018: Landesregierungen
 Dienstwagen-Check 2018: Landesregierungen im Parteienvergleich
 Dienstwagen-Check 2018: Regierungschefs der Länder
 Dienstwagen-Check 2018: Umweltminister von Bund und Ländern

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