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Der Probebetrieb soll zeigen, wie der Wasserstoffzug mit den steigungsreichen Strecken der Zollernalbbahnen zurecht kommt.
Alstom

Der Probebetrieb soll zeigen, wie der Wasserstoffzug mit den steigungsreichen Strecken der Zollernalbbahnen zurecht kommt.

Seit 12. Juli ist erstmals in Baden-Württemberg ein Wasserstoffzug im Regelbetrieb unterwegs. Das Brennstoffzellenfahrzeug vom Typ Alstom Coradia iLint wird auf den Zollernalbbahnen eingesetzt. Konkret sollen vor allem die Strecken zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach bedinet werden. Während des bis Februar 2022 angesetzten Probebetriebs soll das Wasserstofffahrzeug auf diesen Routen einen konventionellen Dieselzug ersetzen.

Verantwortet wird der Einsatz des Coradia iLint von der Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG), vom baden-württembergischen Verkehrsministerium und von Hersteller Alstom. Wie gut der Wasserstoffzug mit winterlicher Kälte und den steigungsreichen Strecken der schwäbischen Alb zurecht kommt, soll ein externer Sachverständiger während des Probebetriebs untersuchen.

„Moderne Mobilität muss klimafreundlich sein. Daher hat das Land ein umfassendes Elektrifizierungskonzept für die Bahn erstellt. Wo eine Elektrifizierung nicht möglich ist, sind Triebwagen mit Brennstoffzelle oder batterieelektrische Wagen die moderne Antwort auf Dieselloks. Zwei gute Gründe warum wir neue Technologien fördern: Sie sind lokal emissionsfrei und die Triebwagen sind geräuscharm – ein Plus für die Anwohner“, sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann.

Air Liquide neuer Wasserstofflieferant

Eigentlich war der Start des Probebetriebes bereits am 1. Mai 2021 geplant. Die Verschiebung ergab sich nach Angaben des Verkehrsministeriums aufgrund von Verzögerungen seitens des ursprünglich geplanten Wasserstoffliferanten. Mit Air Liquide habe man mitterweile einen alternativen Lieferanten gefunden, der für das Projekt die Versorgung mit grünem Wasserstoff und die mobile Wasserstofftankstelle am Bahnhof Hechingen Landesbahn bereitstellt.

Der Coradia iLint wird von Alstom im Werk Salzgitter produziert. Der Wasserstoffzug hat zwei Brennstoffzellen und Batterien an Bord und soll ohne Zwischenstopp bis zu 1.000 Kilometer weit fahren. Seit drei Jahren wird der Coradia iLint testweise im regulären Linienbetrieb eingesetzt – in Deutschland ebenso wie im europäischen Ausland. Die bislang größte Bestellung für die Wasserstoffzüge hat der Verkehrsverbund Rhein-Main (RMV) bereits Mitte 2019 aufgegeben: 27 Coardia iLint soll Alstom bis Ende 2022 nach Hessen liefern. 

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