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DRIVE-E 2016

Nach zwei Tagen Firmenbesuchen in der Region Braunschweig-Salzgitter-Isenbüttel kehrte DRIVE-E am letzten Tag wieder ins NFF zurück. Während des Bustransfers zum Veranstaltungsort waren viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwundert, wie schnell die DRIVE-E-Woche vergangen ist. Doch bevor sie sich in alle Richtungen der Republik aufmachten, erwartete sie ein letzter Vortragstag rund um den elektrischen Antriebsstrang. Außerdem stellten die diesjährigen Studienpreisträger ihre ausgezeichneten Arbeiten vor.

Bildquelle: DRIVE-E 2016

Den Anfang machte Michael Thiel von der Volkswagen AG, der im Bereich Entwicklung Batteriesysteme tätig ist; entsprechend ging er in seinem Vortrag auf die Entwicklung von Hochvoltbatteriesystemen ein. Daran anknüpfend brachte Prof. Dr. Jürgen Meins vom IMAB der TU Braunschweig den Studierenden das Thema Induktiv-Energieübertragung näher. Zur Veranschaulichung berichtete er von der Entwicklung der Magnetschwebebahn Transrapid, die auf dieser Technik beruht. Der nächste Vortrag widmete sich dem „Gehirn“ des Elektroautos, der Leistungselektronik, die den gesamten Antrieb des Fahrzeugs steuert. Prof. Dr. Axel Mertens von der Leibniz Universität Hannover fokussierte sich dabei besonders auf Potentiale für künftige e-Drives. Die Thematik elektrischer Antrieb griff anschließend auch Prof. Dr. Regine Mallwitz vom IMAB der TU Braunschweig auf. Sie berichtete über neue Herausforderungen in den beiden Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau, die sich bei der Entwicklung moderner Leistungshalbleiter ergeben.

Bildquelle: DRIVE-E 2016

Im Anschluss übergab sie das Wort an die strahlenden Gewinner vom Montag: Tino Megner, Tobias Englert, Henning Schillingmann und Daniel Szepanski lieferten den neugierigen Zuhörern Einblicke in ihre ausgezeichneten Studienpreisarbeiten. Thematisch waren die Arbeiten äußerst vielfältig und zeigten spannende Blickwinkel in die Mobilität von morgen. So hat sich beispielsweise der Studienpreisgewinner der Kategorie „Diplom-, Magister-, Masterarbeiten“, Daniel Szepanski, in seiner Masterarbeit mit der Frage beschäftigt, wie durch eine vollständige Integration der Leistungselektronik in den Elektromotor letzterer leistungsfähiger und zuverlässiger werden kann. Tino Megner, Gewinner der Kategorie „Studien-, Projekt-, Bachelorarbeiten“ hatte hingegen untersucht, wie der elektrische Antrieb die Lenkkraftunterstützung mit übernehmen kann, um so Energie einzusparen und die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen.

Auch nach der Mittagspause blieben die Studierenden am Ruder: Fünf Akademie-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer gaben ihren ganz persönlichen Rückblick auf die ereignisreiche Woche im Zeichen der Elektromobilität. Neben spannenden Gesprächen mit Referenten blieb ihnen das Fahrevent als Highlight besonders in Erinnerung – war es doch für viele das erste Mal, dass sie sich selbst hinter das Steuer eines Elektroautos setzen durften. Dankbar waren sie ebenfalls für die vielen neuen Kontakte, die sie während der Woche knüpfen konnten, und nicht zuletzt für die Erkenntnis, dass man seine Leidenschaft für das Thema Elektromobilität mit vielen anderen jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in ganz Deutschland teilt.

Bildquelle: DRIVE-E 2016

Den Schlusspunkt der Akademie setzte Ludwig Merz, der in einem inspirierenden und motivierenden Vortrag vom Projekt „The Pilgreens“ berichtete: Um zu zeigen, was alles mit Elektromobilität möglich ist, reiste er gemeinsam mit zwei Kommilitonen aus Frankreich in einem selbst umgebauten eTukTuk von Bangkok nach Toulouse. Seine Motivation war eine erschreckende Zahl: In der Zeit, in der dieser Satz gesprochen ist – also innerhalb einer Minute – sterben weltweit sechs Menschen an Luftverschmutzung, täglich 4.000 allein in China. Bevor die „Pilgreens“ starteten, hatten andere, die ein ähnliches Abenteuer gewagt hatten, sie gewarnt: „Ihr werdet mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Straße verbringen.“ Das Problem derjenigen, die mit einem Verbrenner-Fahrzeug unterwegs waren: Zündkerzen, Vergaser, Luftfilter – alles musste immer wieder von Staub und Schmutz befreit werden. Ludwig Merz weiter: „Das sind alles Bauteile, die ein eTuk Tuk nicht hat.“ Folglich mussten die drei „Pilgreens“ kein einziges Mal eine Werkstatt aufsuchen. Nur ein Stecker ist ihnen durchgeschmort. Mit viel Bild- und Filmmaterial und unterhaltsamen Anekdoten von der Reise kam der Vortrag sehr gut bei den DRIVE-E-Teilnehmerinnen und Teilnehmern an. Die Botschaft des „Pilgreens“-Enthusiasten: „Nicht abwarten! Nicht beirren lassen! Machen!“

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