Elektromobilität: Meldungen zur Ladeinfrastruktur
Contipark und E.ON Drive wollen im Rahmen einer Kooperation mehr als 4.000 neue Ladepunkte in Parkhäusern und Tiefgaragen schaffen. Die neuen Lademöglichkeiten sollen zwischen 2023 und 2025 in Deutschland und Österreich entstehen.
EnBW hat mit dem Bau eines eines neuen Schnellladeparks in Dätgen bei Kiel an der A7 begonnen. Bereits im Februar will der Energiekonzern einen weiteren großen Schnellladepark in Schleswig-Holstein in Betrieb nehmen. Dieser liegt an der A23 bei Tornesch, nordöstlich von Hamburg.
Tata Power plant in den nächsten fünf Jahren rund 25.000 Ladepunkte in Indien zu errichten. Der landesweite Plan des indischen Energieversorgers heißt K2K und soll ganz Indien, von Kaschmir (im Norden) bis Kanyakumari (im Süden), mit E-Auto-Lademöglichkeiten versorgen.
Auf einem ein Kilometer langen Autobahnabschnitt in Nordbayern entsteht eine öffentliche Teststrecke für induktives Laden. Elektroautos und strombetriebene Nutzfahrzeuge sollen dort ab Mitte 2025 ihre Batterien während der Fahrt laden können, kündigte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) an.
Die EnBW baut ihr Schnellladeangebot weiter aus und nimmt fünf neue Ladeparks in Betrieb. Diese sind jeweils mit bis zu 16 Hochleistungs-Ladepunkten für das Laden mit bis zu 300 Kilowatt ausgestattet sowie einem Solardach. Der darüber produzierte Solarstrom versorgt die Schnelllader oder fließt ins örtliche Verteilnetz.
In Balingen wird eine dynamische induktive Ladetechnologie für E-Fahrzeuge erprobt. Für den ersten Einsatz des Pilotprojektes ist ein Shuttlebus für die Gartenschau 2023 vorgesehen, der seine Batterien während der Fahrt aufladen wird. Die Projektpartner Electreon, EnBW, das KIT Karlsruhe und die Stadtwerke Balingen wollen so die Praxistauglichkeit der Technologie unter Beweis stellen.
Der Ladesäulen-Ausbau gehe in Deutschland in hohem Tempo voran – das zeigen laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur: Am 1. Oktober 2022 waren demnach insgesamt 59.228 Normalladepunkte und 11.523 Schnellladepunkte gemeldet.
Der chinesische E-Autobauer Nio bietet seine Stromer seit Oktober auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern an. Auch erste Akkuwechselstationen wurden hierzulande bereits installiert. Nun haben die Chinesen eine Kooperation mit der EnBW geschlossen.
Shell Deutschland und die Rewe Group haben am Rewe-Markt an der Konrad-Wolf Straße in Berlin die ersten Shell-Schnellladesäulen in Betrieb genommen. An insgesamt sechs Ladepunkten können Kunden ihre E-Autos künftig während des Einkaufens wahlweise mit bis zu 150 oder 300 kW laden.
Bis zum 20. Februar 2023 können Halter vollelektrischer Pkw die Vermarktung ihrer THG-Quoten der Jahre 2022 und 2023 bündeln und dafür eine über dem Geldwert der Prämie liegende Wallbox erhalten. Diese Sonderaktion wurde gemeinsam von M3E, Charge & Co und EVBox ins Leben gerufen und soll unter anderem den Ausbau privater Ladeinfrastruktur fördern.