Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
In der Automobilindustrie zeichnet sich der nächste Skandal ab: Verschiedene Medien berichten von illegalen Absprachen der großen deutschen Pkw-Hersteller in den 1990er Jahren. Volkswagen, Audi, Porsche, Daimler und BMW sollen dabei Verstöße gegen das Kartellrecht begangen haben.
BYD und ADL haben erneut eine Bestellung für die Belieferung der Stadt London mit insgesamt 30 Elektrobussen erhalten. Bereits zum dritten Mal hat Go Ahead, das größte Verkehrsunternehmen vor Ort, Fahrzeuge der beiden E-Busunternehmen für den ÖPNV geordert. Der Flotte der Metropole im Vereinigten Königreich werden damit bereits 30 ADL Enviro200EV angehören.
Als erstes Energieunternehmen setzt Netze BW auf die Dienste des StreetScooter. Das Tochterunternehmen von EnBW hat insgesamt vier der emissionsfreien Transporter, die bisher vorwiegend in der Paketzustellung der Deutschen Post genutzt werden, angeschafft. In seinem neuesten Einsatzgebiet soll der StreetScooter als Monteursfahrzeug in der Innenstadt zum Einsatz kommen.
Die Verkaufszahlen für Elektro-Fahrräder nehmen seit Jahren zu. So gibt der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mehr als 605.000 verkaufte E-Bikes in 2016 an, was einem Plus von 13% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Im Zusammenhang mit dem Umstieg auf E-Mobilität wird Volvo in Zukunft stärker mit Mutterkonzern Geely Holding zusammenarbeiten. Nach Angaben der beiden Unternehmen vereinbarten die Partner aus Schweden und China eine gemeinschaftliche Unternehmung zum gegenseitigen Technologieaustausch. Wie Volvo-Geschäftsführer Håkan Samuelsson bekannt gab, soll das Joint-Venture unter Gleichberechtigung beider Parteien auch der Weiterentwicklung von Elektroautos in den Bereichen E-Motoren, Batteriezellen oder Ladesystemen dienen.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) starteten kürzlich den Testbetrieb eines neuen Fahrzeugs aus dem Segment der E-Busse. Der Bus, der mit einer Elektro- und Antriebstechnik der Firma Ziehl-Abegg ausgestattet ist, verkehrt auf der Linie 204. Das Fahrzeug basiert auf dem VDL Citea SLF 120 Electric, welcher bereits in vielen europäischen Städten im Linienbetrieb fährt.
Elektromobilität kann für Produzenten von Öl in Zukunft eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Die Ölindustrie hat dies inzwischen erkannt und dementsprechend ihre Erwartungen gegenüber dem künftigen Aufkommen von E-Autos geändert, wie eine aktuelle Studie zeigt. Demnach bahnt sich neben einem Einbruch der Nachfrage nach Öl ein deutlicher Anstieg der E-Autoverkäufe an.
Weltmarktführer Bosch eBike Systems will schon bald in Japan durchstarten. Startpunkt für den Markteintritt soll die Tokyo Motor Show im Oktober 2017 sein. Neben Australien und Neuseeland soll der fernöstliche Inselstaat der nächste wichtige Verkaufsstandort für Bosch im Asien-Pazifik-Raum werden. Um sich auf die Gegebenheiten des japanischen Marktes optimal einzustellen, arbeitet Bosch eng mit Partner Intertec Inc. zusammen, der im Bereich E-Bike viele Jahre an Erfahrung vorzuweisen hat.
Die beiden niederländischen Unternehmen Royal Dutch Shell (RDS) und Allego schließen eine Zusammenarbeit in Form eines Schnellladenetzwerkes. An ausgewählten Tankstellen in den Niederlanden sowie im Vereinigten Königreich sollen Schnellladestationen für die Kunden bereitgestellt werden. Alle vorgesehenen Auflademöglichkeiten sollen noch vor Ende 2017 in vollem Umfang zur Verfügung stehen.
Der E-Rollerhersteller Kumpan electric wird ab sofort von einem früheren Tesla-Manager gefördert. Peter Carlsson aus Schweden war einst Vice President Supplychain beim kalifornischen E-Autohersteller. Über die Höhe der Investition wurde Stillschweigen vereinbart. Kumpan möchte mit der finanziellen Unterstützung von Carlsson das neue Modell 1954Ri auf den Markt bringen und zudem die Internationalisierung des Unternehmens vorantreiben.