Elektromobilität: Meldungen zur Ladeinfrastruktur
Shell will noch in diesem Jahr bundesweit 50 Hochleistungsladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Ladeleistungen von mindestens 150 kW sollen Elektroautos in wenigen Minuten mit genügend Strom für die Weiterfahrt versorgen. Dabei arbeitet Shell mit dem Stromkonzern EnBW zusammen, der Elektromobilisten ausschließlich mit Ökostrom versorgen will.
Das Ladesäulenregister hat neue Zahlen veröffentlicht: Es führt derzeit rund 17.400 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte in Deutschland. Hamburg belegt mit 882 öffentlichen Ladepunkten weiterhin den Spitzenplatz des Städterankings. Platz zwei belegt Berlin mit 779 Ladepunkten.
Der Bonner Marktforscher EuPD hat alle 123 in Deutschland verfügbaren Autostromtarife unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Studie: Im Durchschnitt sei das mobile Stromtanken mit 23 bis 32 Cent je Kilowattstunde zwar eher günstig. Doch die Tarife variieren teils extrem und eine intransparente Abrechnung nach Ladezeit oder Ladevorgängen könne leicht zur Kostenfalle werden.
Die Hamburger Hochbahn hat am Mittwoch ihren ersten Betriebshof für Elektrobusse eröffnet. Die Einrichtung im Stadtteil Alsterdorf ist für die Wartung und Ladung von 240 E-Fahrzeugen ausgelegt. Die Gesamtkosten für das Großprojekt belaufen sich auf 73 Millionen.
Rund 17.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte weist das Ladesäulenregister des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) derzeit in Deutschland aus – zwölf Prozent davon sind Schnelllader. Somit sind seit Jahresbeginn 1300 neue Stromtankstellen entstanden.
Hannover will bundesweit eine der führenden Städte bei der E-Mobilität werden. Zu diesem Zweck kooperieren der Hannoveraner Energieversorger Enercity und der lokale Verkehrsbetrieb Üstra bei der Versorgung der Stadt mit E-Ladesäulen.
ADAC-Mitglieder haben ab dem heutigen Tag über die EnBW-Mobility+-App per E-Charge Zugang zum EnBW-Ladenetz, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2.500 Ladepunkte zählt.
Aral setzt auf GreenPack als Battery-as-a-Service (BaaS) Provider. Der größte Tankstellenbetreiber Deutschlands beteiligt sich mit zwei Standorten in Berlin an dem GreenPack-Pilotprojekt, in dessen Rahmen Akku Sharing Points für Elektroleichtfahrzeuge als Baustein einer urbanen Energieinfrastruktur erprobt werden.
Im Herbst 2017 wurde Ionity als Joint Venture der Autohersteller BMW, Daimler, Ford und Volkswagen mit den Marken Audi und Porsche gegründet. Zum Start hatte Ionity erklärt, bis 2020 rund 400 Schnellladestationen aufstellen zu wollen – und obwohl das Zwischenziel von 80 Stationen bis Ende 2018 nicht erreicht wurde, erklärte Ionity-Chef Michael Hajesch nun: "Wir werden nächstes Jahr fertig."
Škoda wird im Zuge seiner Elektrifizierungsoffensive bis 2025 fast 7.000 Ladepunkte in und um die drei tschechischen Werke Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí aufbauen. Mehr als 3.600 Ladepunkte werden unmittelbar an den Werken entstehen, 3.100 weitere an Mitarbeiterparkplätzen in der Umgebung.