Elektromobilität: Meldungen aus der Wirtschaft
Amazon hat die Einführung neuer Elektro-Lieferwagen von Rivian in Europa angekündigt. Über 300 E-Transporter des US-Startups sollen in den nächsten Wochen im Raum München, Berlin und Düsseldorf in Betrieb genommen werden. Die Fahrzeuge werden Teil einer Flotte von Tausenden elektrischen Fahrzeugen, die in Europa bereits unterwegs sind – darunter über 1.000 in Deutschland, so der Online-Versandriese.
Im Juni wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hierzulande 52.988 Elektro-Pkw neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Stromer damit um 64,6 Prozent zu. Das entspricht einem Marktanteil von 18,9 Prozent. Über das ganze erste Halbjahr gerechnet, konnten die Batterie-Autos um 31,7 Prozent zulegen - mehr als jede andere Antriebsart.
Volkswagen will bis 2026 eine Milliarde Euro in sein Wachstum in Südamerika investieren und plant bis 2025 eine Produktoffensive mit 15 neuen Modellen in der Region. Als erste vollelektrische VW in Südamerika sollen noch in diesem Jahr der VW ID.4 und der ID. Buzz in Brasilien auf den Markt kommen.
Das Förderprogramm alternativer Antriebe im Schienenverkehr des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) hat den dritten Förderaufruf gestartet. Ab sofort können bis zum 28. August 2023 Anträge für die Beschaffung und Umrüstung alternativer Antriebe im Schienenverkehr sowie für deren betriebsnotwendige Infrastruktur eingereicht werden. Hierfür stellt das BMDV rund 93 Millionen Euro zur Verfügung.
Aarhus hat 56 weitere E-Gelenkbusse bei Solaris bestellt. Die Fahrzeuge vom Typ Urbino 18 electric sollen in zwei Tranchen in die zweitgrößte Stadt Dänemarks geliefert werden. Die ersten 31 Expemplare wird Verkehrsbetreiber AarBus 2024 erhalten, die restlichen 25 sollen dann 2025 einrollen. Das Auftragsvolumen beläuft sich laut Solaris auf 37 Millionen Euro.
Die BMW Group hat mit einem feierlichen Spatenstich mit dem Bau eines Hochvoltbatterien-Montagewerks im US-amerikanischen Woodruff begonnen. Das künftige BMW-Werk in South Carolina wird Batterien der „sechsten Generation“ herstellen und rund 300 Arbeitsplätze schaffen, gibt der Konzern bekannt.
Im Hafengebiet von Arendal, Göteborg wird seit einigen Wochen ein 32 Meter langer Elektro-Lkw, mit einem Gesamtzuggewicht von 74 Tonnen im Praxiseinsatz im Containerverkehr erprobt. Dieser Volvo FH Electric 6X4 soll in der Zukunft außerdem zwischen Göteborg und der 70 Kilometer von Göteborg entfernten Stadt Borås verkehren.
Knapp eine Million Pkw kamen im Mai in der EU neu auf die Straße. Davon waren 129.847 reine E-Autos. Das entspricht einem Zuwachs von satten 70,9 Prozent und einem Marktanteil von 13,8 Prozent, wie der Herstellerverband ACEA errechnet hat. Im Mai 2022 lag der E-Autoanteil in der EU noch bei 9,6 Prozent.
Vestas will seine Serviceflotte sukzessive auf lokal emissionsfreie Antriebe umstellen. Dazu hat der dänische Windanlagenbauer bereits über 100 ID.Buzz bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) bestellt. Die ersten Fahrzeuge wurden im Februar in Betrieb genommen und sind für den Service und die Wartung von Vestas-Windenergieanlagen in Dänemark und Norddeutschland im Einsatz. In den kommenden Monaten will Vestas seine Service-Flotten in Frankreich, Spanien und weiteren europäischen Ländern mit den E-Transportern ausrüsten.
Der Düsseldorfer ÖPNV-Betreiber Rheinbahn hat 20 Batteriebusse bei VDL bestellt – darunter 15 Gelenk- und fünf Solobusse. Die Auslieferung der ersten E-Fahrzeuge vom Typ Citea ist ab Mitte 2024 geplant. Die Busse sollen vom Betriebshof in Heerdt aus dann voraussichtlich auf den Linien 729, 834, 835, 836 und SB51 eingesetzt werden.